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Beads of Courage

In den USA gibt es eine Aktion unter PerlenkünstlerInnen für krebskanke Kinder, die sich "Beads of Courage" nennt. Dabei erhalten die Kinder für jeden Therapieschritt eine Glasperle, für Abschnitte eine handgefertigte Perle und für den Therapieabschluss ein lila Herz (Purple Heart). Auch die deutschsprachige PerlerInnengemeinde hat sich via Perlentreff entschlossen, an der Aktion mitzumachen.

Und das ist mein Beitrag:

 

Neue Anhänger

Dieses Wochenende war wieder einmal Zeit, neue Anhänger zu machen. Instinktiv greife ich dabei immer zu meinen Lieblingsfarben in der rot-orange Richtung. Aber nach zwei Anhängern in rot/braun bzw. orange/braun hab ich mich dann aufgerafft, auch einen in pink zu machen.

 

Dabei ist das rosa Glas ja eines der unangenehmsten, weil es so schnell entglast, d.h. eine raue Oberfläche bekommt. Als Trick hab ich das heikle Glas noch auf der Stange in transparentes Glas (Rubinit) eingehüllt, daraus dann Glasfäden gezogen und diese zum Verzieren der Perlen verwendet. So kann das rosa nicht mehr entglasen. 

Twist-as-you-go!

Am Wochenende hab ich mit einer Variante der Twisties gespielt, ich nenne sie twist-as-you-go. Dabei mache ich ein einfarbige Grundperle und trage dann in Spiralen andere Farben auf. Mit Hitze und Schwerkraft lasse ich die Perle nach unten fließen, nehme einen Stringer und verdrehe die Perle zu einem langen, unregelmäßigen Twistie, der schon am Dorn haftet. Dann wickle ich den Twistie wieder auf den Dorn auf und schmelze das ganze wieder zur Perle. Eventuell kann man das Resulat auch noch überfangen.

So schauen Beispiele aus:

 

Blümchenperlen

Jetzt haben mich die Blümchenperlen voll erwischt! Allerdings versuche ich auch hier, meine eigene Version zu gestalten, die nicht kitschig ist. Daher verwende ich keine Stängelstringer und mache keine Schnörkel unter den Blumen, sondern verwende als Basis eine einfache klare Lamellenperle in Grün – quasi als Wiese. Darauf kommen dann die Blumen. Und so schaut das ganze dann aus:

 

Blätter machen ohne Zange

 

1) Mach einen Spacer

2) Setz auf den Spacer einen großen Dot, gut mit dem Spacer verschmelzen, aber so, dass der Spacer ein Spacer bleibt.

3) Setz noch einen Dot drauf

4) und noch einen, und vielleicht noch einige mehr.

5) Schmilz die Dots zu einem einheitlichen Glasblob zusammen, der gut am Spacer hängt.

6) Den heißen Blob flachquetschen. Ich nehme dazu mein Graphitpaddel und einen Marver. Den Blob auf das Paddel legen und mit dem Marver quetschen. Flammenpolieren.

7) Mach mit einem Werkzeug die Blattadern rein.

8) Das untere Viertel erhitzen, gleichfarbigen Stringer kalt ansetzen und ziehen, damit eine schöne Spitze entsteht. Stringer abbrechen und Spitze feuerpolieren, damit keine scharfen Kanten bleiben.

 

Meeresrauschen

Eine große Fokalperle aus transparentem Blau mit Blattsilber, Rubinit, Alexandrit und Klarglas. Im Schnecken-Spiralmuster gearbeitet, gepresst und weiter frei geformt.

Schillernde Farbnuancen von Blau bis Grün mit goldenen Stellen.

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Lamellenperlen a la Verena

Lamellenperlen a la Verena

unschuld

Lamellenperlen kann ich erst seit kurzem – und mach sie seither ur gerne! Ich schaffe die herkömmliche Methode nicht, einen Twistie mit einem hohen Rad aus Klarglas zu überwickeln und das dann einzuschmelzen. Ich mach es so:

0) Twistie drehen. Dabei immer eine Schicht transparentes und eine Schicht opakes Glas abwechseln. Wird dunkles transparentes Glas verwendet, dann dazwischen auch immer eine Schicht Klarglas im Sandwich auftragen. Das helle transparente Glas bzw. das Klarglas erzeugt später den Lamelleneffekt.

1) Mach eine kleine Scheibe als Grundperle. Ich verwende dafür am liebsten ein transparentes Glas (z.B. Klar oder eines, das im verwendeten Twistie vorkommt).

2) Twistie um die Scheibe rumlegen, das Ende mit der Glasschere abschneiden und gleich mit einem Werkzeug auf etwas überlappend auf das andere Twistieende draufdrücken – so entsteht kein unschönes Ende.

3) Twistie vorsichtig einschmelzen, dabei nur den oberen Teil des Twisties erhitzen, damit die ganze Scheibe zu einer Perle „kondensiert“ und der Twistie möglichst die ganze Perle bedeckt.

4) Klarglas-Überzug Teil 1: Einen großen Blob schmelzen und heiß über die Mitte der Perle „schmieren“. Einschmelzen.

5) Klarglas-Überzug Teil 2: Mehr Klar schmelzen und ein Rad auf der Seite der Perle auftragen, genau dort, wo das bisherige Klar endet. Dabei das neue Rad auf das vorhandene Klar draufsetzen, nicht auf den Teil der Perle, der noch nicht überfangen ist. So verhindert man „rauskriechen“ und Luftblasen. Auf der Gegenseite ebenso. Das Klarglas in Richtung Dorn runterschmelzen.

6) Sollten die Lamellen noch nicht ganz bis zum Dorn laufen, Schritt 5 wiederholen, halt noch näher am Dorn.

Fertig! Freuen!

Oder man verarbeitet die Perle weiter und nimmt die Lamellen als Grundlage für eine Blümchenperle oder so…

Ohrschmuck

Vor ein paar Tagen hab ich mir Silberzubehör für Ohrringe bestellt – Stecker und Creolen aus 925 Silber. Jetzt hab ich die ersten Ohrringe damit gemacht.

 

 

Regenbogen

Ein fröhliches Set bestehend aus Armband, Anhänger und Ohrringen in transparenten Regenbogenfarben mit Verzierung in weiß. 

 

Indian Summer

Diesmal hab ich mal was anderes probiert.

Aufwändig in Schichten verzierte und gepresste Perlen in Indian Summer Farben plus ein Hauch hellblau für den Himmel.

Und das ist nun daraus geworden:

Kette_Ethno